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Warum man Kommunikationsprofis niemals unterschätzen sollte

Megan Dennison

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Warum man Kommunikationsprofis niemals unterschätzen sollte

Wenn du die aktuelle britische Staffel von The Traitors schaust, dann lässt sich – ob man sie nun mag oder nicht – kaum leugnen, dass Rachels Strategie extrem gut aufgeht. Als Kommunikationsprofi von Beruf spielt sie als Verräterin – und das mit bemerkenswerter Ruhe und Präzision. Bisher gibt es keinen echten Verdacht, keine übertriebene Show und keine Panik. Stattdessen: kontrollierter, überlegter Einfluss.

Das zeigt einmal mehr, dass die Fähigkeiten aus der Kommunikationsarbeit nicht nur in PR-Strategien wertvoll sind, sondern auch in Stresssituationen, in denen ein falscher Satz alles kippen kann.

Kommunikation unter Druck

Was an Rachels Spiel besonders auffällt, ist ihre Gelassenheit unter Dauerbeobachtung. Jedes Gespräch zählt. Jede Reaktion wird interpretiert. Das ist Kommunikation unter Druck in Reinform.

Kommunikationsprofis sind es gewohnt, erst zu denken und dann zu sprechen, die Stimmung im Raum zu lesen und Botschaften gezielt zu platzieren. In The Traitors wird genau das zur Überlebensstrategie. Rachel erklärt nicht zu viel, füllt nicht jede Pause und weiß genau, wann Zurückhaltung stärker wirkt als Aktionismus. Diese Ruhe, während andere nervös werden, ist ein klassisches Markenzeichen guter Kommunikation.

Krise ohne Vorwarnung

Im Gegensatz zum Berufsalltag gibt es bei The Traitors keine Vorlaufzeit. Anschuldigungen kommen plötzlich, Allianzen kippen über Nacht. Trotzdem wirkt Rachel selten überrascht. Nicht, weil sie alles vorhersehen kann, sondern weil sie weiß, wie man reagiert. Bestes Beispiel: der Moment, als Fiona sie öffentlich als Verräterin bezeichnet hat.

In der Kommunikationsarbeit gehört es dazu, mit dem Unerwarteten zu rechnen, Szenarien im Kopf durchzuspielen und flexibel zu bleiben. Rachel nimmt Vorwürfe auf, ordnet sie neu ein und geht weiter. Das wirkt nicht zufällig, sondern wie gelebtes Krisenmanagement.

Vertrauen, Ruf und Beziehungen

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist ihr Umgang mit Beziehungen. Rachel baut früh Vertrauen auf, vor allem zu einflussreichen Mitspieler:innen. Nicht durch Lautstärke, sondern durch Verlässlichkeit und Konsequenz. Genau das sind auch im echten Leben zentrale Bausteine von Reputation.

Spannend ist, wie sie sich selbst positioniert: ruhig, zuverlässig, nicht bedrohlich. Ohne große Worte, sondern durch ihr Verhalten. So entsteht ein klares Bild – und genau das entscheidet am Ende oft darüber, wie über jemanden gesprochen wird, wenn er oder sie gerade nicht im Raum ist.

Kein Zufall

Dass kommunikationsnahe Persönlichkeiten bei The Traitors oft weit kommen, ist kein neues Phänomen. In früheren Staffeln haben Menschen mit Erfahrung in Kommunikation, Verhandlung oder Einflussnahme regelmäßig länger durchgehalten als besonders laute Charaktere. Sie verstehen Dynamiken, lesen zwischen den Zeilen und wissen, dass Timing alles ist.

Das ist auch ein schönes Beispiel dafür, warum PR und Kommunikation oft unterschätzt werden. Das sind keine „weichen“ Fähigkeiten, sondern strategische Werkzeuge, die viel Übung und Erfahrung erfordern.

Rachels Auftritt zeigt das ziemlich deutlich. Und egal, wie ihre Reise bei The Traitors endet – eine Lektion bleibt: Unterschätze niemals jemanden, der wirklich weiß, wie man kommuniziert.

(Edit: Sie hat zusammen mit Ihrem Mitstreiter gewonnen – einem Cybersecurity Experten… Tech und PR funktionieren eben im Team 😉)

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